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Oberbadische vom 19. Oktober 2009

 

Doppelsalti statt Petticoats
Deutsche Meisterschaften im Akrobatik-Rock'n'Roll finden großen Zuspruch

EIMELDINGEN Mit akrobatischen Figuren, hoher Geschwindigkeit und bunten Kostümen begeistern am Samstag 93 Paare rund 800 Zuschauer bei der Deutschen Meisterschaft im Rock'n'Roll im G5/Sichtwerk in Eimeldingen.

"Viele haben eine falsche Vorstellung von unserem Sport", beklagt Tamara Löffler, die einzige Lörracher DM-Starterin. Das Klischee von Petticoats und den 1950-er Jahren ist weit verbreitet, hat aber nichts mit dem Leistungssport des Akrobatik-Rock'n'Roll zu tun.

Wer sich am Wochenende die Randsportart zum ersten Mal vor Augen führte, musste beeindruckt sein von der Leistung der Tänzer und ebenso von der Atmosphäre im G5.

Die besten Tänzer werfen ihre Partnerin bei Doppelsalti bis zu 4 Meter hoch in die Luft und fangen sie wieder auf. Schnelle Tanzelemente, Mimik, bunte Kostüme und Show gehören zum schweißtreibenden Programm. Nur 90 Sekunden haben die Paare in der Endrunde Zeit, um die Wertungsrichter zu begeistern. Leider zum Zuschauen verdammt waren Tamara Löffler und Benjamin Schaufelberger bei dem nahezu ausverkauften Abendwettkämpfen. Die beiden 19-jährigen Lörracher starteten mit der Wildcard in der C-Klasse, schieden in der Vorrunde als 20. jedoch vorzeitig aus.

Zum ersten Mal in der 26.jährigen Geschichte vergab der DRBV die Meisterschaft nach Baden, aber nicht nach Freiburg oder eine andere größere Stadt sondern an den RRC Lörrach. "Wir haben im vergangenen Jahr viel Lob für die Ausrichtung der Landesmeisterschaften erhalten", erklärt RRC-Vorstand Günter Tremmel.

Außerdem hat der Lörracher Traditions-Club, der in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert, mit Nadja Bausch eine bekannte Wertungsrichterin in den eigenen Reihen. "Das hilft ungemein", weiß Tremmel.

"Gefangen von der Atmosphäre war auch Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Blum, die mit einem kleinen "Zuspruch" in Form eines Umschlags zur Ausrichtung und zum Jubiläum gratulierte, obwohl die Veranstaltung aus Gründen der Infrastruktur nicht in Lörrach stattfand. "Die einzige Alternative wäre der Burghof, aber wir benötigen eine Eintanzhalle und eine Wettkampfbühne nebeneinander", rechtfertigte Günter Tremmel die Ausweichlokalität.